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Aktualisiert: 10.03.2010












































 

MEDIENKAUFMANN DIGITAL UND PRINT

Medienkaufmann/-frau Digital und Print ist die seit August 2006 im Zuge der Reform des Berufsbildes und der Ausbildungsordnung neu eingeführte Berufsbezeichnung für Verlagskaufleute.

Medienkaufleute sind in Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen sowie Buchverlagen in allen kaufmännischen Bereichen tätig. Durch den Wandel von Verlagen zu Medienhäusern ist eine breite Produktpalette entstanden. So müssen sich Medienkaufleute mit den Print-Produkten (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften etc.) auskennen aber auch das Wissen in den Bereichen der neuen Medien, etwa Hörbücher, CD, DVD, Online-Sites und Handy-Content erwerben. Bezeichnend für die Ausbildung ist, das die Medienunternehmen auf zwei völlig verschiedenen Märkten, nämlich auf dem Lesermarkt einerseits und dem Inserentenmarkt anderseits, operieren. Hinzu kommt gerade in den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen, dass die strikte Trennung von "Verlag" und Redaktion den Medienkaufleuten kaum einen Einblick in die redaktionelle Arbeit gewährt. In Buchverlagen hingegen sind Medienkaufleute häufig in Arbeiten des Lektorats und der Autorenwerbung eingebunden.


Medienkaufmann/-frau Digital und Print - Allgemeines
Medienkaufmann/-frau ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit Zwischen- und Abschlussprüfung, ohne gesetzlich bestimmte Schulbildung. Jeder Kaufmann kann mit entsprechender Neigung und Eignung im Verlag tätig werden.

Die Berufsausübung unterscheidet sich je nach Größe und Ausrichtung eines Verlages, wird aber durch individuelle Anstellungsverträge zwischen Verlag und Medienkaufmann geregelt.


Aufgabengebiet - Medienkaufmann/-frau Digital und Print
Aufgabe eines Medienkaufmannes ist die Vermarktung von Medien, wobei es sich um Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und anderes handeln kann. Dabei muss er die Balance zwischen Profit aber auch dem geistigen Inhalt der Werke finden. Einerseits darf er die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen lassen, andererseits aber auch nicht die kulturelle Bedeutung eines Buches.

Ein Medienkaufmann arbeitet in der Regel in folgenden Abteilungen im Verlag: Lektorat, Marketing, Marktforschung, Rechnungswesen, Verwaltung, Vertrieb, Anzeigen, Personalabteilung, Herstellung, Verlagsproduktion. Zu den allgemeinen Tätigkeiten gehören die Beratung der Vertriebs- und Anzeigenkunden, die Vermarktung der Produkte, die Koordination zwischen Außendienst und Verlag und die Analyse der Märkte.


Ausbildung zum Medienkaufmann/-frau Digital und Print
Die Ausbildung nach dem Berufsbild Medienkaufmann kann überall in Deutschland ausgeübt werden und dauert je nach Schulabschluss zwei bis drei Jahre. Für Medienkaufleute gibt es in 30 deutschen Städten an öffentlichen Berufsschulen eigene Verlagsfachklassen, deren Besuch die betriebliche Ausbildung ergänzt. Wichtige betriebliche und schulische Inhalt der Ausbildung sind: Arbeitsorganisation, Marketing, Vertrieb, Anzeigen, Redaktion und Lektorat, Rechte und Lizenzen, Herstellung, Beschaffung und Lagerwirtschaft, kaufmännische Planung, Steuerung und Controlling.

Die Ausbildungsvergütungen sind nicht bundeseinheitlich, das heißt jedes Bundesland hat seine eigene Regelung bezüglich des Gehalts des Auszubildenden. Über die Höhe der Vergütung geben die jeweiligen buchhändlerischen Landesverbände Auskunft.

Meist wird die Ausbildung zum Medienkaufmann mit Schwerpunkt Zeitungen/Zeitschriften angeboten und auch gewählt.

Nach der Ausbildung sind die Aufstiegschancen in kleineren und mittleren Verlagen sehr gut, die Hierarchie reicht bis zur Geschäftsleitung hinauf. In großen Verlagen sind Führungspositionen ohne Weiterbildung oder Studium nicht oder sehr schwer zu erreichen. Um erfolgreich im Beruf des Medienkaufmannes zu bleiben, sind Fort- und Weiterbildungen unabdingbar, gerade im Verlagswesen. Der technische Fortschritt ist rasant und die Konkurrenz auch aus anderen Berufsbildern ist groß.

Es gibt einige Möglichkeiten der Zusatzqualifikation, beispielsweise den Verlags-Fachwirt oder einen Bachelor/Master-Studiengang zu besuchen. Bei letzteren bieten sich, je nach gewünschtem Ziel betriebswirtschaftliche oder journalistisch-publizistische Studiengänge an.
 

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