Berufs oder der Tätigkeit in einem Berufsfeld verbunden sind. Dazu gehören typische Bewertungen,
Kommunikationsformen und langfristige Persönlichkeitsprägungen. Die Definition von Christian Wille lautet: „Analog zur sozialisatorisch wirkenden
Interaktion des Individuums mit seinem sozialen Umfeld erfolgen beim Erwerb und der Ausübung eines Berufs berufsspezifische Sozialisationsprozesse,
welche die Herausbildung von gruppen- bzw. berufsspezifischen Standardisierungen (bzgl. Bewerten, Handeln, Wahrnehmen usw.) bewirken. Diese haben Leit- bzw. Orientierungsfunktion für das
berufliche Handeln und sind als fester Bestandteil von Berufsbildern anzusehen.“
Ewald Terhard: „Jeder Beruf bzw. Berufsbereich weist
(in unterschiedlichem Ausprägungsgrad und unterschiedlicher Binnendifferenzierung) eine solche Berufskultur auf. Somit ist es kein individuelles, sondern ein kollektives Phänomen.“