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Aktualisiert: 10.03.2010












































 

EMPLOYABILITY - BESCHÄFTIGUNGSFÄHIGKEIT

Employability (Beschäftigungsfähigkeit) ist die Fähigkeit zur Teilhabe am Arbeits- und

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Berufsleben. Die individuelle Employability ist das Ergebnis der Übereinstimmung bzw. Differenz zwischen den Anforderungen der Arbeitswelt einerseits und den persönlichen, fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen sowie der individuellen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit andererseits. Die Gewichtung der Einflussfaktoren auf die Employability ist umstritten. Eine eindeutige Definition liegt nicht vor. Die Mehrzahl aktueller Konzepte von Employability orientiert auf die Fähigkeit des Individuums zur Herstellung der eigenen Employability. Wachsende Bedeutung erhält die Fähigkeit zur Erhaltung der Employability angesichts der raschen Veränderung von Rahmenbedingungen und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Ein entscheidender Faktor hierbei ist der demografische Wandel, der zu einem altern der Bevölkerung und Belegschaften führt.

Prozesse der Veränderung der Employability tangieren persönliche Merkmale wie Einstellungen, Kompetenzen und Eigenschaften. Veränderungen der Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt und in Unternehmen unterstützen und beeinflussen diesen Prozess. Praktische Bedeutung gewinnt das Konzept der Employability im Bereich der Beschäftigungspolitik und Konzepten der Personalentwicklung. So wurde im Rahmen der Lissabon-Strategie der Europäischen Union 2000 vereinbart die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit zum Bestandteil der europäischen Beschäftigungsstrategie zu machen EBS.

Konzepte der Förderung der individuellen Employability stellen Fragen der Kompetenzen und der Arbeitsfähigkeit in den Vordergrund. Die Begriffe der sozialen und methodischen Kompetenzen, die häufig unter „überfachliche Kompetenzen bzw. Schlüsselqualifikationen“ zusammengefasst werden, sind erst einmal unspezifisch und wenig differenziert. Für ein Agieren und Entwickeln ist jedoch eine Konkretisierung unbedingt erforderlich. Es gibt einige Auflistungen, welches die beschäftigungsrelevanten überfachlichen Kompetenzen sind. Empirische Untersuchungen haben bei Unternehmen folgende Anforderungsmerkmale in Bezug auf Employability identifiziert:

Merkmale und Anforderungen, die die individuelle Employability beeinflussen sind:

fachliche Kompetenz
Initiative und Aktivität, das Erkennen und nutzen von Chancen
Eigenverantwortung für Entwicklung und Ziele
Zielorientiertes Handeln
Engagement und Ausdauer
Lernfähigkeit und Lernbereitschaft
Teamfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit und Wirksamkeit in Kommunikation
Empathie, Einfühlungsvermögen
Belastbarkeit, Fähigkeit zum Umgang mit ungewohnten Situationen
Konfliktfähigkeit und Frustrationstoleranz
Aufgeschlossenheit und Offenheit gegenüber neuen Sachverhalten, Ideen, Prozessen und Erfahrungen
Fähigkeit zur Selbstreflexion
Die Auflistung der überfachlichen Kompetenzen führt direkt zu der Frage „Wer verfügt über ein solches Profil?“. Schnell drängt sich der Gedanke auf „… und kann diese Person auch über Wasser gehen…?’ „ist das der Ritter in der goldenen Rüstung auf dem Schimmel?“. Grundlegende Bedingungen der Arbeitsfähigkeit werden dabei vorausgesetzt. Um ein umsetzbares, realistisches Bild von Beschäftigungsfähigkeit zu bekommen, ist daher ein anderer Blickwinkel vonnöten. Es wäre vermessen zu glauben , ein Mensch könne all die oben genannten Kompetenzen in optimaler Ausprägung besitzen oder entwickeln. Hier zeigt sich die grundlegende Philosophie des auf das Individuum zentrierten Employability Konzepts: „ Veränderungen in den Anforderungen erkennen und nachvollziehen“ – das regelmäßige Auseinandersetzen mit der Übereinstimmung der eigenen Fähigkeiten, Einstellungen und Eigenschaften mit den Anforderungen des gewünschten beruflichen Umfelds bildet einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess.

Nicht selten ruft das Anforderungsprofil der Beschäftigungsfähigkeit auch Verwunderung hervor, da das Vorhandensein der überfachlichen Kompetenzen als selbstverständlich angesehen wird. Empirische Untersuchungen zeichnen jedoch ein gegenteiliges Bild. Es ist durchaus nicht selbstverständlich, dass Beschäftigte diese Schlüsselqualifikationen mitbringen. Zwar werden die employability-bezogenen Qualifikationen für notwendig und wünschenswert erachtet. Die tatsächliche Ausprägung hingegen zeigt erhebliche Defizite. So ist ein deutlicher Unterschied zwischen dem Wunsch und der tatsächlichen Ausprägung der beschäftigungsfähigkeitsrelevanten Kompetenzen sichtbar. Lediglich die fachliche Kompetenz bildet eine Ausnahme.

Mögliche Erklärungen für die offenbar unzureichende Ausprägung könnten unter anderem in einer zu geringen Bedeutung liegen, die diesen Faktoren im Vergleich zu Fachwissen bislang im Bildungssystem, in der Sozialisation und gesellschaftlichen Wertschätzung zukommt. In der Literatur werden zum Teil weitere Faktoren angeführt, z .B. Konsequenzen des Sozialversicherungssystem auf die Einstellungen und Werte in der Gesellschaft und beim Einzelnen („Vollkasko-Mentalität“) zu finden sein. Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchungen am Institut für Beschäftigung und Employability der Fachhochschule Ludwigshafen.

EMPLOYABILITY - BESCHÄFTIGUNGSFÄHIGKEIT

Der Artikel über Employability basiert auf dem Artikel Employability aus der freien Enzyklopädie Wikipedia In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

 

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