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NEWS VOM ARBEITSMARKT
28.02.2008 - Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Februar 2008
„Die gute Arbeitsmarktentwicklung der letzten Monate hält
an. Die Arbeitslosigkeit nimmt weiter ab und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter zu. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften bleibt auf sehr hohem
Niveau“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.
Arbeitslosenzahl im Februar:-42.000 auf 3.617.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:-630.000 Arbeitslosenquote im Februar:-0,1 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent Die Arbeitslosigkeit hat sich von Januar auf Februar
bundesweit um -42.000 auf 3.617.000 (West: -36.000 auf 2.347.000; Ost: -6.000 auf 1.270.000) verringert. Der Rückgang ist etwa so groß wie im vergangenen Jahr. Üblicherweise gab
es sonst im Februar leichte Zunahmen der Arbeitslosigkeit. Somit errechnet sich saisonbereinigt ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um -75.000. Gegenüber dem Vorjahr wurden im
Februar 630.000 weniger Arbeitslose gezählt.
Dass sich der Trend kräftiger saisonbereinigter Rückgänge der Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten noch verstärkt hat, liegt
zum einen an dem bisher relativ milden Winter. Die saisonbedingten Einschränkungen sind vergleichsweise gering geblieben. Zum anderen kann das Saisonbereinigungsverfahren die
Auswirkungen des Saisonkurzarbeitergeldes, das es seit dem letzten Winter gibt, noch nicht vollständig abbilden. Das Saisonkurzarbeitergeld lässt die Winterarbeitslosigkeit
geringer ausfallen als in den Jahren zuvor.
Die anhaltend günstige Entwicklung der Arbeitslosigkeit beruht vor allem auf dem konjunkturell bedingten Aufbau
sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Geholfen haben außerdem die Arbeitsmarktreformen und ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot.
Nach Angaben des Statistischen
Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Januar saisonbereinigt um 73.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten
der Bundesagentur für Arbeit, die bis Dezember reichen, saisonbereinigt um 72.000 zugenommen. Durch den milden Winter und die beschäftigungstabilisierende Wirkung des
Saisonkurzarbeitergeldes dürften diese Zuwächse überzeichnet sein.
Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von
Dezember auf Januar aus jahreszeitlichen Gründen um 609.000 auf 39,59 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr hat die Erwerbstätigkeit um 519.000 zugenommen. Die
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Dezember nach der Hochrechnung der BA bei 27,22 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 588.000. Dabei entfällt
mehr als die Hälfte des Beschäftigungszuwachses auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Außerdem gab es einen Anstieg bei den Selbständigen und Rückgänge bei den in
Arbeitsgelegenheiten Beschäftigten und ausschließlich geringfügig Beschäftigten.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit
belief sich in Deutschland für den Dezember auf 3,52 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 8,2 Prozent.
Das gemeldete Stellenangebot ist im Februar saisonbereinigt um
2.000 gesunken. Dabei blieben die ungeförderten Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung
widerspiegeln, unverändert. In den letzten drei Monaten hat sich der Stellenbestand um monatsdurchschnittlich 8.000 und die ungeförderten „normalen“ Stellen um 3.000
reduziert. Nicht saisonbereinigt hat sich der gesamte Stellenbestand von Januar auf Februar um 37.000 auf 565.000 Stellen erhöht. Von diesen Stellen waren 86 Prozent sofort zu
besetzen. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Bestand um 59.000 abgenommen. Von allen gemeldeten Stellen waren 61 Prozent oder 344.000 ungeförderte Stellen für „normale“
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Das waren 25.000 mehr als vor einem Monat und 28.000 weniger als vor einem Jahr.
Neben den gemeldeten offenen
Stellen kennt die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter. Alles in allem
waren das im Februar 999.000 Stellen, 146.000 mehr als vor einem Jahr. Nach Untersuchungen des IAB kennen die Agenturen für Arbeit damit deutlich mehr als die Hälfte des
gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots und können darauf Bewerber vermitteln – teilweise aber erst nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber. Auf Basis der BA-bekannten Stellen
des ersten Arbeitsmarktes berechnet die BA einen saisonbereinigten Stellenindex, den BA-X. Im Februar stieg der BA-X weiter um 2 auf 247 Punkte, was einem Plus zum Vorjahr von 53
Punkten entspricht. Damit hält sich die Nachfrage von Unternehmen nach Mitarbeitern auf hohem Niveau. Quelle: arbeitsagentur.de
30.01.2008 - Die
Entwicklung des Arbeitsmarktes im Januar 2008
„Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich fort: Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Januar weniger
gestiegen als üblich. Das Beschäftigungswachstum hält an und die Arbeitskräftenachfrage bleibt auf hohem Niveau stabil“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur
für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.
Arbeitslosenzahl im Januar: +253.000 auf 3.659.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:-625.000
Arbeitslosenquote im Januar:+0,6 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent Die Arbeitslosigkeit hat sich von Dezember auf Januar bundesweit um 253.000 auf 3.659.000 (West: +152.000 auf
2.383.000; Ost: +101.000 auf 1.276.000) erhöht. Eine Zunahme ist in diesem Monat üblich, vor allem in den Saisonberufen. Jedoch war der aktuelle Anstieg schwächer als im
Durchschnitt der beiden Jahre zuvor (+341.000). Somit errechnet sich saisonbereinigt ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um -89.000. Gegenüber dem Vorjahr wurden im Januar 625.000
weniger Arbeitslose gezählt.
Dass die saisonbereinigten Rückgänge der Arbeitslosigkeit in den letzten beiden Monaten so hoch ausgefallen sind, liegt zum einen an dem bisher
relativ milden Winter. Die saisonbedingten Einschränkungen sind vergleichsweise gering geblieben. Zum anderen kann das Saisonbereinigungsverfahren die Auswirkungen des
Saisonkurzarbeitergeldes, das es seit dem letzten Winter gibt, noch nicht vollständig abbilden. Das Saisonkurzarbeitergeld lässt die Winterarbeitslosigkeit geringer ausfallen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Dezember saisonbereinigt um 30.000 gestiegen. Die
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten der Bundesagentur für Arbeit, die bis November reichen, saisonbereinigt um 34.000 zugenommen.
Nicht
saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von November auf Dezember aus jahreszeitlichen Gründen um 166.000 auf 40,20 Millionen
gesunken. Gegenüber dem Vorjahr hat die Erwerbstätigkeit um 586.000 zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im November nach der Hochrechnung der
Bundesagentur für Arbeit bei 27,46 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 545.000. Dabei entfällt knapp die Hälfte des Beschäftigungszuwachses auf
sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Außerdem gab es einen Anstieg bei den Selbständigen und Rückgänge bei den in Arbeitsgelegenheiten Beschäftigten und ausschließlich
geringfügig Beschäftigten.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den Dezember auf 3,52
Millionen und die Erwerbslosenquote auf 8,1 Prozent
Das gemeldete Stellenangebot ist im Januar saisonbereinigt um 21.000 gesunken. Dabei haben sich die ungeförderten
Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, um 8.000 verringert. In den letzten drei
Monaten hat sich der Stellenbestand um monatsdurchschnittlich 10.000 und die ungeförderten „normalen“ Stellen um 4.000 reduziert. Nicht saisonbereinigt hat sich der gesamte
Stellenbestand von Dezember auf Januar um 17.000 auf 528.000 Stellen verringert. Von diesen Stellen waren 90 Prozent sofort zu besetzen. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Bestand
um 65.000 abgenommen. Von allen gemeldeten Stellen waren 60 Prozent oder 319.000 ungeförderte Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse.
Das waren 16.000 weniger als vor einem Monat und 19.000 weniger als vor einem Jahr.
Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen,
unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter. Alles in allem waren das im Januar 933.000 Stellen, 131.000 mehr als vor
einem Jahr. Nach Untersuchungen des IAB kennen die Agenturen für Arbeit damit deutlich mehr als die Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots und können darauf Bewerber
vermitteln – teilweise aber erst nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber. Auf Basis der BA-bekannten Stellen des ersten Arbeitsmarktes berechnet die BA einen saisonbereinigten
Stellenindex, den BA-X. Im November stieg der BA-X weiter um 3 auf 246 Punkte, was einem Plus zum Vorjahr von 58 Punkten entspricht. Damit verstetigt sich die hohe Nachfrage nach
Mitarbeitern in Unternehmen. Quelle: arbeitsagentur.de
02.01.2008 - Nur wenige arbeiten bis 65
Ende 2004 waren nur rund fünf Prozent aller
64-jährigen Männer sozialversiche-rungspflichtig beschäftigt. Bei 64-jährigen Frauen lag die Beschäftigungsquote mit drei Prozent im Westen und einem Prozent im Osten sogar noch
erheblich darunter. Wer die Regelaltersrente erreicht, ist demnach meist gar nicht mehr erwerbstätig, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Bereits ab 55 sinken die Beschäftigungsquoten, ab 60 Jahren sogar rapide. „Ein Ausscheiden vor dem 65. Lebensjahr ist immer noch die Regel. 64-Jährige stehen so gut wie nicht mehr
im Erwerbsleben“, so die Autorin der Studie, Franziska Hirschenauer.
Trotz der ungünstigen konjunkturellen Entwicklung sind zwischen 2000 und 2004 die
Beschäftigungsquoten der Menschen über 60 gestiegen. Gleichzeitig ist aber auch die verdeckte Arbeitslosigkeit gewachsen.
Jenseits der 60 ist kaum noch jemand registriert arbeitslos Die Arbeitslosenstatistik spiegelt die Beschäftigungsprobleme Älterer nur teilweise wider. So waren im Jahr 2004
beispielsweise 12 Prozent der westdeutschen und 21 Prozent der ostdeutschen Männer im Alter von 59 arbeitslos, ohne in der Statistik registriert zu sein. Bei den ab 60-Jährigen
sinken diese Anteile, sie bleiben jedoch deutlich über denjenigen der registrierten Arbeitslosen. Damit war Ende 2004 die Zahl der nicht registrierten Arbeitslosen in allen
Altersgruppen ab 58 größer als die Zahl der registrierten Arbeitslosen.
Grund dafür ist zum einen die so genannte „58er Regelung“, nach der bis 2007 die Betroffenen
Arbeitslosengeld beziehen konnten, ohne dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Sie tauchen dann aber auch in den Arbeitslosenstatistiken nicht mehr auf. Auch die gestiegene
Inanspruchnahme der Altersteilzeit hat bei den über 58-Jährigen zu niedrigeren Arbeitslosenzahlen geführt.
Bei guter Arbeitsmarktlage arbeiten mehr Ältere Ein
regionaler Vergleich zeigt, dass die Erwerbsintegration der Älteren dort am höchsten ist, wo die Arbeitsmarktlage generell gut ist. Teile Bayerns und die meisten Agenturbezirke
Baden-Württembergs weisen die höchsten Beschäftigungsquoten und niedrigsten Arbeitslosenanteile von Älteren auf. „Überraschend und ernüchternd ist aber, dass die
Beschäftigungssituation Älterer auch dort nicht annähernd gut genug ist“, betont Hirschenauer.
Reformen werden die regionalen Unterschiede verstärken Die
Unterschiede zwischen den Regionen seien noch gering ausgeprägt, da die über 60-Jährigen kaum am Arbeitsmarkt präsent seien. Mit der geplanten Abschaffung noch bestehender
vorzeitiger Rentenzugangsmöglichkeiten und der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 werden diese Unterschiede aber deutlicher zutage treten und die regionalen Jobchancen stärker
widerspiegeln, prognostiziert Hirschenauer. Quelle: iab
12.12.2007 - Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im November 2007
„Die positive
Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich fort: Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im November zurückgegangen. Erwerbstätigkeit und Beschäftigung wachsen weiter und die Zahl der
offenen Stellen ist nach wie vor hoch“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.
Arbeitslosenzahl im November: -55.000 auf 3.378.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -617.000 Arbeitslosenquote im November: -0,1 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent Die
Arbeitslosigkeit hat sich von Oktober auf November bundesweit um 55.000 auf 3.378.000 (West. -40.000 auf 2.225.000; Ost: -15.000 auf 1.154.000) verringert. Der Rückgang fiel
stärker aus als in den letzten Jahren (2004 bis 2006 monatsdurchschnittlich -21.000), allerdings geringer als im vergangenen November (-89.000). Saisonbereinigt errechnet sich
eine Abnahme der Arbeitslosigkeit von -53.000. Der Trend kräftiger saisonbereinigter Abnahmen setzt sich damit fort.
Gegenüber dem Vorjahr gab es im November 617.000
Arbeitslose weniger. Die günstige Entwicklung der Arbeitslosigkeit beruht vor allem auf der guten Konjunktur und dem damit verbundenen Aufbau sozialversicherungspflichtiger
Beschäftigung. Außerdem wird der Arbeitsmarkt durch ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot entlastet, das nach neuesten Schätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung (IAB) 2007 jahresdurchschnittlich um 73.000 abnimmt.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im
Oktober saisonbereinigt um 33.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten der Bundesagentur für Arbeit im September saisonbereinigt um 42.000
zugenommen. Nicht saisonbereinigt hat die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von September auf Oktober um 180.000 auf 40,36 Millionen zugenommen.
Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 682.000. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im September nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 27,45
Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 577.000. Dabei entfällt weiterhin etwa die Hälfte der Beschäftigungszunahme auf sozialversicherungspflichtige
Vollzeitstellen. Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten betrug nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im August 4,79 Millionen, 12.000
mehr als vor einem Jahr. Außerdem gab es einen Anstieg bei den Selbständigen. Die Zahl der Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten war dagegen weiter rückläufig.
Die nach dem
ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosenzahl belief sich in Deutschland für den Oktober auf 3,47 Millionen, die Erwerbslosenquote auf 8,1 Prozent.
Das gemeldete Stellenangebot hat sich im November saisonbereinigt insgesamt um 1.000 erhöht. Auch die Stellen für „normale“ ungeförderte sozialversicherungspflichtige
Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, verzeichnen ein Plus von 2.000. Nicht saisonbereinigt gab es im November insgesamt 577.000 Stellen, von
denen 90 Prozent sofort zu besetzen waren. Im Vergleich zum Vorjahr hat ihre Zahl um 32.000 abgenommen. Von allen gemeldeten Stellen waren 62 Prozent oder 359.000 ungeförderte
Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse; das waren 10.000 mehr als vor einem Jahr.
Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt
die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter. Zusammen waren das im
November 942.000 Stellen, 136.000 mehr als vor einem Jahr. Nach Untersuchungen des IAB kennen die Agenturen für Arbeit damit deutlich mehr als die Hälfte des
gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots und können darauf Bewerber vermitteln – teilweise aber erst nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber. Auf Basis der BA-bekannten Stellen
des ersten Arbeitsmarktes berechnet die BA einen saisonbereinigten Stellenindex, den BA-X. Im November stieg der BA-X weiter um 4 auf 233 Punkte. Das entspricht einem Plus zum
Vorjahr von 57 Punkten.
Die Nachvermittlungsaktion der Ende September noch unversorgten Bewerber für Berufsausbildungsstellen wird von Arbeitsagenturen und Kammern mit
großem Einsatz betrieben. Bisher wurden 86 Prozent der damaligen unversorgten Bewerber eingeladen. Rund die Hälfte der Jugendlichen erschienen und der überwiegenden Zahl von ihnen
wurde ein Angebot gemacht.
Insgesamt hat sich bisher die Zahl der unversorgten Bewerber um 12.500 auf 16.700 verringert. Von den Jugendlichen, die nicht mehr als unversorgt
gelten, mündeten fast drei Fünftel in betriebliche Ausbildungen, Einstiegsqualifizierungen, Schule, Studium oder andere Qualifizierungsangebote ein. Quelle: arbeitsagentur.de
22.11.2007 - IAB: 1,25 Millionen offene Stellen im dritten Quartal
Im dritten Quartal 2007 lag die Zahl der offenen Stellen bei 1,25 Millionen. Das zeigt
eine Betriebsbefragung, mit der das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) regelmäßig das gesamte Stellenangebot erfasst, also auch jene Stellen, die nicht den
Arbeitsagenturen gemeldet werden.
Mit rund 990.000 offenen Stellen in Westdeutschland und rund 265.000 in Ostdeutschland sei der Arbeitskräftebedarf „auf hohem Niveau
stabil“, so das IAB. Gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres gab es in beiden Regionen jeweils rund 35.000 Stellenangebote mehr.
Im dritten Quartal 2007 waren im
Osten rund 80 Prozent aller Stellen sofort zu besetzen – ein im Zeitvergleich hoher Wert. Der kurzfristige Arbeitskräftebedarf auf dem ersten Arbeitsmarkt spielte hier die
Hauptrolle. Im Westen lag der Anteil der sofort zu besetzenden Stellen mit 61 Prozent vergleichsweise niedrig. Hier suchten die Unternehmen wieder mit mehr zeitlichem Vorlauf nach
Personal.
Jede zweite Stelle war den Arbeitsagenturen gemeldet Etwa 642.000 Stellen waren den Arbeitsagenturen gemeldet. Dies entspricht einer relativ hohen Meldequote
von 51 Prozent. Die Meldequoten schwanken im Jahresverlauf, und so haben beispielsweise die vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in den letzten Monaten publizierten
Schätzungen die Zahl der offenen Stellen zu hoch angesetzt. Bei diesen Schätzungen wurde die Zahl der BA gemeldeten Stellen anhand früherer, niedrigerer Meldequoten auf die
Gesamtzahl der offenen Stellen hochgerechnet. Die Daten des IAB beruhen dagegen auf einer neuerdings einmal pro Quartal stattfindenden Befragung von rund 8.000 Betrieben und
Verwaltungen. Sie zeichnen ein erheblich genaueres Bild als die bislang üblichen Schätzungen.
Positive Beschäftigungsentwicklung Es sei keine schlechte Nachricht, dass
es statt der vom Institut der deutschen Wirtschaft geschätzten 1,4 Millionen offenen Stellen tatsächlich nur 1,25 Millionen gebe, betont das IAB. Denn an der positiven
Arbeitsmarktentwicklung werde deutlich, dass sich der Arbeitskräftebedarf im Großen und Ganzen gut in Beschäftigung umsetze. So gab es im dritten Quartal 2007 rund 560.000
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr als im Vorjahr.
„Die derzeitige Zahl der offenen Stellen ist kein Beleg für einen flächendeckenden Fachkräftemangel“,
erklärt die IAB-Arbeitsmarktexpertin Anja Kettner. Zudem sei der Bestand an offenen Stellen dynamisch: Laufend werden offene Stellen besetzt und kommen neue offene Stellen hinzu.
Die Ergebnisse der IAB-Erhebung des dritten Quartals 2007 zum gesamtwirtschaftlichen Stellenangebot stehen im Internet unter Quelle: IAB http://doku.iab.de/grauepap/2007/os0703.pdf.
31.10.07 - Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Oktober
„Die gute Konjunktur ist stabil und verstärkt die übliche Herbstbelebung: die
Arbeitslosigkeit nahm stärker ab als sonst in einem Oktober, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte weiter deutlich zu und die Arbeitskräftenachfrage bleibt auf
hohem Niveau“, erklärte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Heinrich Alt.
Arbeitslosenzahl im Oktober: -110.000 auf 3.434.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -650.000 Arbeitslosenquote im Oktober: -0,2 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent Die Arbeitslosigkeit hat sich von September auf Oktober im
Zuge der anhaltenden Herbstbelebung um 110.000 auf 3.434.000 (West: -70.000 auf 2.265.000; Ost: -40.000 auf 1.169.000) verringert. Dies ist im Oktober üblich, weil Betriebe nach
Beendigung der Ferien wieder verstärkt einstellen. Allerdings fiel der aktuelle Rückgang stärker aus als in den letzten Jahren (2004 bis 2006 monatsdurchschnittlich -98.000).
Entsprechend errechnet sich ein saisonbereinigter Rückgang der Arbeitslosigkeit von -40.000. Der Trend kräftiger saisonbereinigter Abnahmen setzt sich damit fort.
Gegenüber dem Vorjahr gab es im Oktober 650.000 Arbeitslose weniger. Die günstige Entwicklung der Arbeitslosigkeit beruht vor allem auf der guten Konjunktur und dem damit
verbundenen Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Außerdem wird der Arbeitsmarkt durch ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot entlastet, das nach neuesten
Schätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 2007 jahresdurchschnittlich um 73.000 abnimmt.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die
Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im September saisonbereinigt um 39.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten der
Bundesagentur für Arbeit im August saisonbereinigt um 62.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt hat die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von August
auf September um 323.000 auf 40,18 Millionen zugenommen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 672.000. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im August nach
der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 27,17 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 589.000. Dabei entfällt etwa die Hälfte der Beschäftigungszunahme
auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten betrug nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im
August 4,86 Millionen, 81.000 mehr als vor einem Jahr. Außerdem gab es einen Anstieg bei den Selbständigen. Die Zahl der Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten war dagegen weiter
rückläufig.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist gegenüber dem Vorjahr in allen Bundesländern gestiegen. Zunahmen gab es auch in fast allen Branchen.
Lediglich im Kredit- und Versicherungsgewerbe und in der öffentlichen Verwaltung gibt es noch Beschäftigungsverluste.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen
Bundesamt ermittelte Erwerbslosenzahl belief sich in Deutschland für den September auf 3,44 Millionen, die Erwerbslosenquote auf 7,9 Prozent.
Das gemeldete Stellenangebot
hat sich im Oktober saisonbereinigt insgesamt um 5.000 erhöht, die ungeförderten Stellenangebote sind um 5.000 gestiegen. Auch die ungeförderten Stellen für „normale“
ungeförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, verzeichnen ein Plus von 4.000. Nicht saisonbereinigt gab es
im Oktober insgesamt 609.000 Stellen, von denen 93 Prozent sofort zu besetzen waren. Im Vergleich zum Vorjahr hat ihre Zahl um 18.000 abgenommen. Von allen gemeldeten Stellen
waren 63 Prozent oder 382.000 ungeförderte Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, das waren 25.000 mehr als vor einem Jahr.
Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem
Job-Roboter. Zusammen waren das im Oktober 976.000 Stellen, 151.000 mehr als vor einem Jahr. Nach Untersuchungen des IAB kennen die Agenturen für Arbeit damit deutlich mehr als
die Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots und können darauf Bewerber vermitteln – teilweise aber erst nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber. Auf Basis der
BA-bekannten Stellen des ersten Arbeitsmarktes berechnet die BA einen saisonbereinigten Stellenindex, den BA-X. Im Oktober stieg der BA-X erneut um 6 auf 229 Punkte. Das
entspricht einem Plus zum Vorjahr von 58 Punkten. Quelle: arbeitsagentur.de
11.09.07 - Top Ten der offenen Stellen im Monat September
Kaufleute, Handwerker und Gesundheitsberufe sind derzeit auf dem Arbeitsmarkt besonders gefragt.
Im September standen der Bundesagentur für Arbeit (BA) 992.000 Stellen zur
Vermittlung zur Verfügung - 168.000 Stellen mehr als im Vorjahr. 81% der Stellen zielen auf eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt ab. Von den 992.000 Stellen waren 440.000 als
ungeförderte
und 189.000 als geförderte bei den Agenturen für Arbeit gemeldet, 124.000 wurden zusätzlich über den BA-Job-Roboter und 224.000 durch die Job-Börse der BA
erfasst. Außerdem waren bei der BA 18.000 Stellen aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie für Freiberufler und Selbständige registriert. Unter den Spitzenreitern in den Top Ten
der ungeförderten gemeldeten Stellen finden sich kaufmännische Berufe: Warenkaufleute mit 26.000, Werbe- und Dienstleistungskaufleute mit 25.000 und Bürofachkräfte mit 19.000
Stellen gehören zu den häufigst gefragten Berufen. Quelle: www.arbeitsagentur.de
02.09.07 - Zahl der Arbeitslosen im August gesunken
„Die gute konjunkturelle Lage wirkt sich weiter positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die
Arbeitslosigkeit ist im August weiter gesunken. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst, und die Zahl der offenen Stellen ist nach wie vor hoch“, erklärte der
Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.
Arbeitslosenzahl im August: -10.000 auf 3.705.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -666.000
Arbeitslosenquote im August: -0,1 Prozentpunkte auf 8,8 Prozent Die Arbeitslosigkeit hat sich von Juli auf August um 10.000 auf 3.705.000 (West: -6.000 auf 2.444.000; Ost:
-3.000 auf 1.262.000) verringert. Der Rückgang war zwar schwächer als in den Jahren zuvor (2004 bis 2006 durchschnittlich: -22.000), saisonbereinigt errechnet sich aber gleichwohl
ein Minus von 15.000. Der Trend saisonbereinigter Abnahmen hat sich damit fortgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr wurden im August 666.000 weniger Arbeitslose gezählt. Die günstige
Entwicklung der Arbeitslosigkeit erklärt sich vor allem mit dem konjunkturell bedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Außerdem wird der Arbeitsmarkt durch
ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot entlastet, das nach neuesten Einschätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 2007 jahresdurchschnittlich um 73.000 abnimmt
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juli saisonbereinigt um 39.000 gestiegen. Die
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten der Bundesagentur für Arbeit, die bis Juni reichen, saisonbereinigt um 7.000 zugenommen. Die zuletzt schwächeren
Anstiege der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dürften auch eine Gegenbewegung auf die außergewöhnlichen Zuwächse infolge des milden Winters sein. Nicht saisonbereinigt
ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Juni auf Juli geringfügig um 8.000 auf 39,79 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr hat die
Erwerbstätigkeit um 633.000 zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juni nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 26,88 Millionen,
gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 526.000. Dabei entfällt etwa die Hälfte der Beschäftigungszunahme auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Die Zahl der
ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten hat nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im Juni 4,97 Millionen betragen, 121.000 mehr als vor einem Jahr.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte saisonbereinigte Erwerbslosenzahl belief sich in Deutschland für den Juli auf 2,62 Millionen, die
saisonbereinigte Erwerbslosenquote auf 6,2 Prozent.
Das gemeldete Stellenangebot lag im August weiter über dem Vorjahreswert, saisonbereinigt ist es gegenüber Juli
insgesamt geringfügig um 2.000, bei den ungeförderten Stellenangeboten um 5.000 gestiegen. Betrachtet man nur Stellen für „normale“ ungeförderte
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, errechnet sich keine Veränderung. Nach den kräftigen Zuwächsen des
vergangenen Jahres hält sich das Stellenangebot auf hohem Niveau.
Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen, unter anderem
gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter. Zusammen waren das im August 1.002.000 Stellen, 185.000 mehr als vor einem Jahr. Nach
Untersuchungen des IAB kennen die Agenturen für Arbeit damit deutlich mehr als die Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots und können darauf Bewerber vermitteln –
teilweise aber erst nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber. Auf Basis der BA-bekannten Stellen des ersten Arbeitsmarktes berechnet die BA einen saisonbereinigten Stellenindex, den
BA-X. Im August stieg der BA-X um 2 auf 220 Punkte, was einem Plus zum Vorjahr von 57 Punkten entspricht.
Die Daten der Berufsberatungsstatistik der BA und die Meldungen
der Kammern signalisieren kurz vor dem Abschluss des Berufsberatungsjahres eine positive Entwicklung am Ausbildungsmarkt. Von Oktober 2006 bis August 2007 haben insgesamt 710.900
Bewerber die Ausbildungsvermittlung bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das sind 21.700 weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich sind 458.200 Ausbildungsplätze
gemeldet worden, 40.300 mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg beruht größtenteils auf mehr außerbetrieblichen Stellen (+27.400 auf 42.000). Die Zunahme der Zahl der
Ausbildungsplätze für außerbetriebliche Ausbildungen geht auf die Zusage der BA zurück, im Rahmen des Ausbildungspaktes zusätzliche Lehrstellen für Jugendliche mit
Migrationshintergrund einzurichten. Aber auch die Zahl der betrieblichen Stellen liegt über dem Vorjahr (+12.900 auf 415.500). Die gestiegene Zahl gemeldeter Stellen
korrespondiert mit den Angaben des DIHK und HWK über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Bis Ende Juli wurden 317.700 Ausbildungsverträge abgeschlossen, 30.900 mehr als
im Vorjahreszeitraum. Im August zählten 161.200 Bewerber noch als unversorgt und 85.900 Ausbildungsplätze waren noch unbesetzt. Quelle: www.arbeitsagentur.de
23.08.07 - IAB-Arbeitsmarktprojektion: Arbeitslosigkeit sinkt 2008 auf 3,4 Millionen
Die Arbeitslosenzahl wird im Jahresdurchschnitt 2008 auf rund 3,4 Millionen sinken, so die aktuelle Arbeitsmarktprojektion des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
(IAB). Dies wäre ein Rückgang um 360.000 gegenüber 2007. Dabei rechnet das IAB mit einem preisbereinigten Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent im Jahr 2007 und 2,5 Prozent im Jahr
2008. Die Zahl der Erwerbstätigen werde mit 40,03 Millionen um 310.000 über dem Jahr 2007 liegen, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 270.000. Der
gegenwärtige Aufschwung habe sogar ein noch „freundlicheres Gesicht“ als der Aufschwung in den Jahren 1999 und 2000, schreiben die Nürnberger Arbeitsmarktforscher in der am
Mittwoch veröffentlichten Studie.
In den Jahren 2006 und 2007 wurden erheblich mehr Vollzeit-Arbeitsplätze geschaffen als 1999 und 2000. Damals seien zwar sehr viele Mini-
und Teilzeit-Jobs entstanden, doch nur wenige Vollzeitstellen. Wenn man das Arbeitsvolumen insgesamt betrachte, sei der gegenwärtige Aufschwung deutlich beschäftigungsintensiver
als der Aufschwung in den Jahren 1999 und 2000, berichtet das IAB.
Die Unterbeschäftigung insgesamt, also die registrierte Arbeitslosigkeit plus die sogenannte Stille
Reserve, wird dem IAB zufolge im Jahr 2008 auf 4,7 Millionen abnehmen. Damit wäre sie um gut 1,5 Millionen oder 24 Prozent niedriger als im Jahr 2005. Damals wurden im Zuge der
Hartz-IV-Reform die Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II zusammengelegt. Die Abnahme der Arbeitslosigkeit wird nach Einschätzung des IAB die Unterbeschäftigung
insgesamt auf ihren niedrigsten Stand seit 17 Jahren verringern.
Auch die strukturelle Arbeitslosigkeit sinkt Der Arbeitsmarkt befinde sich seit Mitte 2006 in einem
robusten Aufschwung. Das IAB benennt in der Studie drei Ursachen: Zum einen hätten die konjunkturellen Impulse kräftig auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Zweitens habe die
moderate Lohnentwicklung der letzten Jahre den Beschäftigungsanstieg begünstigt. Zum Dritten werde der Aufschwung von den Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre unterstützt. Das
IAB geht daher von einer Abnahme nicht nur der konjunkturellen, sondern auch der strukturellen Arbeitslosigkeit aus.
Arbeitslosengeld-II-Empfänger profitieren weniger vom
Aufschwung Im Rechtskreis des Sozialgesetzbuchs III – hier handelt es sich im Wesentlichen um die Arbeitslosengeld-I-Bezieher – wird laut IAB die Arbeitslosigkeit
2007 um rund 400.000 und 2008 um rund 210.000 zurückgehen. Die Zahl der Erwerbslosen, die Arbeitslosengeld II erhalten und meistens bereits länger keinen Job haben, sinke 2007 um
290.000 und 2008 um 160.000. Der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger an den Arbeitslosen insgesamt steige damit weiter von 67 Prozent im Jahr 2007 auf 69 Prozent im Jahr
2008. Hier besteht nach Einschätzung des IAB nach wie vor dringender arbeitsmarktpolitischer Handlungsbedarf, um einer Verfestigung der Langzeitarbeitslosigkeit entgegenzuwirken.
Quelle: http://www.iab.de
13.08.07 - 671.000 Arbeitslose weniger als im Juli letzten Jahres
Arbeitslosenzahl im Juli: +28.000 auf 3.715.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -671.000 Arbeitslosenquote im Juli: +0,1 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent
Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli mit dem
Beginn der Sommerpause um 28.000 auf 3.715.000 gestiegen (West: +23.000 auf 2.450.000, Ost: +5.000 auf 1.265.000). Der Anstieg der Arbeitslosenzahl war deutlich schwächer als im
Durchschnitt der letzten Jahre. Saisonbereinigt errechnet sich ein erneut deutliches Minus von ‑45.000. Gegenüber dem Vorjahr wurden im Juli 671.000 weniger Arbeitslose
gezählt. Die günstige Entwicklung der Arbeitslosigkeit erklärt sich vor allem mit dem konjunkturell bedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Außerdem wird
der Arbeitsmarkt durch ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot entlastet, das nach Einschätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 2007 jahresdurchschnittlich um
100.000 abnimmt.
Die Zunahme der nicht saisonbereinigten Arbeitslosenzahl im Juli ist jahreszeitlich bedingt (Sommerpause). Sie beruht vor allem darauf, dass sich in
diesem Monat viele Jugendliche nach Abschluss schulischer und betrieblicher Ausbildungen arbeitslos melden. Deshalb steigt in dieser Zeit die Arbeitslosigkeit Jüngerer besonders
stark an, nimmt dann aber im September und Oktober wieder deutlich ab. Darüber hinaus wird im Juli die Arbeitslosigkeit durch urlaubs- und quartalsbedingte Beendigungen von
Arbeitsverhältnissen belastet, denen nicht entsprechend viele Arbeitsaufnahmen von Arbeitslosen gegenüber stehen. Dauerhafte Einstellungen in sozialversicherungspflichtige
Beschäftigung werden oft bis nach den Ferien aufgeschoben. Außerdem verringert sich in den Sommermonaten ferienbedingt die Entlastungswirkung durch berufliche Qualifizierungen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juni saisonbereinigt um 41.000 gestiegen. Nach hochgerechneten
Daten der BA, die bis Mai reichen, hat auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung saisonbereinigt um 33.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit
von Mai auf Juni um 142.000 auf 39,79 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr nahm sie um 636.000 zu. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Mai nach der
Hochrechnung der BA bei 26,86 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um 561.000. Dabei entfällt deutlich mehr als die Hälfte des Anstiegs auf Vollzeitstellen.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte saisonbereinigte Erwerbslosenzahl belief sich in Deutschland für den Juni auf 2,65 Millionen, die
saisonbereinigte Erwerbslosenquote auf 6,3 Prozent.
Das gemeldete Stellenangebot lag im Juli weiter über dem Vorjahreswert, saisonbereinigt ist es gegenüber Juni
geringfügig um 3.000 gesunken, dabei haben sich die ungeförderten Stellenangebote nicht verändert. Betrachtet man allerdings nur Stellen für „normale“
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, errechnet sich ein Minus von 8.000. Nicht saisonbereinigt gab es im Juli
insgesamt 650.000 Stellen. Im Vergleich zum Vorjahr hat ihre Zahl um 22.000 zugenommen. Von allen gemeldeten Stellen waren 64 Prozent oder 415.000 ungeförderte Stellen für
„normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, das waren 61.000 mehr als vor einem Jahr.
Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt die
Bundesagentur noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter. Zusammen waren das im Juli
997.000 Stellen, 161.000 mehr als vor einem Jahr. Nach Untersuchungen des IAB kennen die Agenturen für Arbeit damit deutlich mehr als die Hälfte des gesamtwirtschaftlichen
Stellenangebots und können darauf Bewerber vermitteln - teilweise aber erst nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber. Auf Basis der BA-bekannten Stellen des ersten Arbeitsmarktes
berechnet die BA einen saisonbereinigten Stellenindex, den BA-X. Im Juli stieg der BA-X um 4 auf 218 Punkte, was einem Plus zum Vorjahr von 55 Punkten entspricht.
Die
Daten der Berufsberatungsstatistik der BA und die Meldungen der Kammern signalisieren für das laufende Jahr eine leichte Entspannung am Ausbildungsmarkt, aber geben keine
Entwarnung. Von Oktober 2006 bis Juli 2007 haben insgesamt 683.300 Bewerber die Ausbildungsvermittlung bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das sind 17.100 weniger
als im Vorjahreszeitraum. Zugleich sind 430.500 Ausbildungsplätze gemeldet worden, 28.500 mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg beruht größtenteils auf mehr
außerbetrieblichen Stellen (+18.600 auf 32.000; betriebliche: +9.900 auf 398.500). Die Zunahme der Zahl der Ausbildungsplätze für außerbetriebliche Ausbildungen geht auf die
Zusage der BA zurück, im Rahmen des Ausbildungspaktes zusätzliche Lehrstellen für Jugendliche mit Migrationshintergrund einzurichten. Die gestiegene Zahl gemeldeter Stellen
korrespondiert mit den Angaben des DIHK und HWK über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Bis Ende Juni wurden 231.400 Ausbildungsverträge abgeschlossen, 22.800 mehr als
im Vorjahreszeitraum. Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/nn_27030/zentraler-Content/Pressemeldungen/2007/Presse-07-054.html
24.07.07 - Boom am Jobmarkt stützt den Aufschwung
Im kommenden Jahr könnte die Arbeitslosigkeit auf 3,3 Millionen sinken. Die positive Entwicklung stützt im Gegenzug
wieder das Wirtschaftswachstum durch wachsende Konsumausgaben. Quelle: netzeitung.de
01.07.07 - Die Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Juni 2007
„Durch die stabile Konjunktur wächst die
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit sinkt deutlich. Die Nachfrage nach Mitarbeitern ist weiter gestiegen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende
der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.
Arbeitslosenzahl im Juni: -125.000 auf 3.687.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -712.000
Arbeitslosenquote im Juni: -0,3 Prozentpunkte auf 8,8 Prozent
Die Zahl der Arbeitslosen hat von Mai auf Juni im Zuge der Frühjahrsbelebung um 125.000 auf 3.687.000
abgenommen (West: -76.000 auf 2.427.000; Ost: -49.000 auf 1.260.000). Der Rückgang war stärker als im Durchschnitt der letzten drei Jahre (-101.000). Saisonbereinigt errechnet
sich ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 37.000. Nachdem die Abnahmen in letzten beiden Monaten wegen der geringeren Winterarbeitslosigkeit etwas schwächer ausgefallen waren, hat
sich der Abbau im Juni wieder verstärkt. Gegenüber dem Vorjahr gab es 712.000 Arbeitslose weniger. Die günstige Entwicklung liegt vor allem am konjunkturell bedingten Aufbau
sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Daneben spielen aber auch die Entlastung durch ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot sowie die Professionalisierung der Arbeit der
Job-Center eine Rolle.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt um 8.000 gestiegen. Nach
hochgerechneten Daten der BA, die bis April reichen, hat auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung saisonbereinigt um 32.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt ist die
Erwerbstätigkeit von April auf Mai um 181.000 auf 39,46 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr nahm sie um 458.000 zu. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im
April nach der Hochrechnung der BA bei 26,71 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um 599.000. Dabei entfällt deutlich mehr als die Hälfte des Anstiegs auf
Vollzeitstellen.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte saisonbereinigte Erwerbslosenzahl belief sich in Deutschland für den Mai auf 2,69
Millionen, die saisonbereinigte Erwerbslosenquote auf 6,4 Prozent.
Das Stellenangebot lag im Juni weiter deutlich über dem Vorjahreswert, saisonbereinigt ist es gegenüber
Mai um 11.000 gestiegen. Nicht saisonbereinigt gab es im Juni insgesamt 648.000 Stellen, von denen 89 Prozent sofort zu besetzen waren. Im Vergleich zum Vorjahr hat ihre Zahl um
67.000 zugenommen. Von allen gemeldeten Stellen waren 64 Prozent oder 412.000 ungeförderte Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse,
das waren 86.000 mehr als vor einem Jahr.
Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten
Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter. Zusammen waren das im Juni 968.000 Stellen, 194.000 mehr als vor einem Jahr. Nach Untersuchungen des IAB kennen
die Agenturen für Arbeit damit deutlich mehr als die Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots und können darauf Bewerber vermitteln – teilweise aber erst nach
Rücksprache mit dem Arbeitgeber.
Nach den Daten der BA gab es im laufenden Berufsberatungsjahr bisher weniger gemeldete Bewerber und mehr gemeldete Ausbildungsplätze: Von
Oktober 2006 bis Juni 2007 haben sich 647.900 Jugendliche als Bewerber für Ausbildungsstellen registrieren lassen, 18.200 weniger als vor einem Jahr. Erstmals seit 2002 nahm die
Bewerberzahl auch in Westdeutschland ab, während sich dieser Trend in Ostdeutschland schon seit 1999 zeigt.
Zugleich sind den Agenturen für Arbeit 401.400 Ausbildungsplätze
gemeldet worden, 18.800 mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg beruht größtenteils auf mehr außerbetrieblichen Stellen (+12.700 auf 24.700). Erstmals in diesem
Berufsberatungsjahr liegen aber nun auch die betrieblichen Angebote über dem Vorjahreswert (+6.100 auf 376.700). Die Zunahme der Zahl der Ausbildungsplätze für außerbetriebliche
Ausbildungen geht auf die Zusage der BA zurück, im Rahmen des Ausbildungspaktes zusätzliche Lehrstellen für Jugendliche mit Migrationshintergrund einzurichten. Die gestiegene Zahl
gemeldeter Stellen korrespondiert mit den Angaben des DIHK und HWK über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Bis Ende Mai wurden 172.400 Ausbildungsverträge abgeschlossen,
16.900 mehr als im Vorjahreszeitraum. Quelle: www.arbeitsagentur.de
04.04.2007 - Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im März 2007
„Getragen von der guten Konjunktur fiel die
Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt kräftig aus. Die Arbeitslosigkeit ist zurückgegangen, das Beschäftigungswachstum gewann nochmals an Fahrt und die Kräftenachfrage bleibt
hoch“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.
Arbeitslosenzahl im März: -114.000 auf 4.108.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -869.000 Arbeitslosenquote im März: -0,3 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent
Die Zahl der Arbeitslosen ist im März im Zuge der
Frühjahrsbelebung um 114.000 auf 4.108.000 gesunken (West: ‑84.000 auf 2.698.000; Ost: -30.000 auf 1.410.000). Der Rückgang war fast doppelt so stark wie im Durchschnitt der
letzten drei Jahre (-62.000). Saisonbereinigt errechnet sich erneut ein kräftiges Minus von 65.000. Der Abstand zum Vorjahr ist erneut gewachsen. Gegenüber dem Vorjahr gab es im
März 869.000 Arbeitslose weniger. Die günstige Entwicklung gegenüber dem Vormonat und auch dem Vorjahr erklärt sich vor allem mit dem Aufbau sozialversicherungspflichtiger
Beschäftigung. Daneben haben aber auch weitere Faktoren eine Rolle gespielt: ein stärkerer Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente im Rechtskreis des SGB II, ein rückläufiges
Arbeitskräfteangebot sowie die professionellere Arbeit in den Arbeitsgemeinschaften zur Betreuung der Arbeitslosengeld II-Bezieher.
Für die Wintermonate insgesamt zeigt
sich: Der vergleichsweise milde Winter und auch das neue Instrument Saisonkurzarbeitergeld haben den saisonal bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit halbiert. Entsprechend wäre
ein geringerer Abbau der „Winterarbeitslosigkeit“ zu erwarten gewesen. Die überdurchschnittliche Abnahme im März ist Beleg für die ungebrochene Wirkung der konjunkturellen
Belebung des Arbeitsmarktes.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Februar saisonbereinigt um 30.000
gestiegen. Nach hochgerechneten Daten der BA, die bis Januar reichen, hat auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung saisonbereinigt um 109.000 zugenommen. Nicht
saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit von Januar auf Februar um 26.000 auf 38,96 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Zuwachs der Erwerbstätigkeit um
571.000. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Januar nach der Hochrechnung der BA bei 26,46 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 624.000.
Dabei entfallen deutlich mehr als die Hälfte des Anstiegs auf Vollzeitstellen. Außerdem gab es einen Anstieg bei den Selbständigen. Dagegen hat sich die Zahl der ausschließlich
geringfügig Beschäftigten nach den ersten Hochrechnungen der BA verringert, was möglicherweise auf die Anhebung der Pauschbeträge für Minijobs ab Juli 2006 zurückzuführen ist.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosenzahl belief sich in Deutschland für den Februar auf 3,15 Millionen, die Erwerbslosenquote
auf 7,5 Prozent.
Das Stellenangebot lag im März weiter deutlich über dem Vorjahreswert, saisonbereinigt hat es gegenüber Februar allerdings um 22.000 abgenommen.
Betrachtet man allerdings nur Stellen für ungeförderte „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln,
errechnet sich ein Zuwachs von 6.000. Nicht saisonbereinigt gab es im März insgesamt 640.000 Stellen, von denen 85 Prozent sofort zu besetzen waren. Im Vergleich zum Vorjahr hat
ihre Zahl um 133.000 zugenommen. Von allen gemeldeten Stellen waren 61 Prozent oder 392.000 ungeförderte Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige
Beschäftigungsverhältnisse, das waren 141.000 mehr als vor einem Jahr.
Neben den gemeldeten offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen, unter anderem
gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter. Zusammen waren das im März 891.000 Stellen, 173.000 mehr als vor einem Jahr. Nach
Untersuchungen des IAB kennen die Agenturen für Arbeit damit deutlich mehr als die Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots und können darauf Bewerber vermitteln -
teilweise aber erst nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber.
Nach den Daten der BA gab es in der ersten Hälfte des Berufsberatungsjahres weniger gemeldete Bewerber und
zugleich auch weniger gemeldete Ausbildungsplätze: Seit 1. Oktober haben sich 509.800 Jugendliche als Bewerber für Ausbildungsstellen registrieren lassen, 35.700 weniger als vor
einem Jahr. Zugleich sind den Agenturen für Arbeit 314.000 Ausbildungsplätze gemeldet worden, 12.700 weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang beruht allein auf weniger
betrieblichen Stellen (-19.000 auf 297.300). Dies kann allerdings darauf zurückzuführen sein, dass Ausbildungsbetriebe Jugendliche aus Einstiegsqualifizierungen in reguläre
Ausbildung übernehmen und deshalb keine Ausbildungsplätze melden. Die Zunahme der Zahl der Ausbildungsplätze für außerbetriebliche Ausbildungen geht auf die Zusage der BA zurück,
im Rahmen des Ausbildungspaktes zusätzliche Lehrstellen für Jugendliche mit Migrationshintergrund einzurichten. Quelle: www.arbeitsagentur.de
Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter: http://statistik.arbeitsagentur.de
05.01.07 - Erwerbstätigkeit nahm im Jahr 2006 um 0,7% zu
Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten
im Durchschnitt des Jahres 2006 fast 39,1 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland, 258.000 Personen oder 0,7% mehr als ein Jahr zuvor. Im Jahr 2005 war im
Jahresdurchschnitt die Beschäftigung noch um 52.000 Personen oder 0,1% zurückgegangen. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte im Jahr 2006 wieder in etwa das Niveau des Jahres
2002. Zugleich war der Anstieg der Erwerbstätigenzahl von 0,7% die stärkste Beschäftigungszunahme im Vorjahresvergleich seit dem Jahr 2000.
Zur positiven Entwicklung der
Erwerbstätigkeit im Jahr 2006 haben sowohl die konjunkturelle Belebung als auch das Großereignis der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland beigetragen. Ferner wurde die
Beschäftigung auch im Jahr 2006 - wie bereits in den Jahren zuvor - durch den Einsatz zahlreicher arbeitsmarktpolitischer Reformprogramme gefördert. Während im Jahr 2005
überwiegend die Förderung der Selbstständigkeit von Bedeutung war, zählten im Jahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr die Arbeitsgelegenheiten nach der Mehraufwandsvariante (sogenannte
1-Euro-Jobs) zu dem zahlenmäßig bedeutendsten Instrument der Beschäftigung schaffenden Maßnahmen.
Der Anstieg der Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt 2006 wurde
insbesondere durch eine Zunahme der Arbeitnehmer getragen: Ihre Zahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 222 000 Personen (+ 0,6%) auf knapp 34,7 Millionen Beschäftigte.
Damit kam es erstmals seit dem Jahr 2001 wieder zu einem nennenswerten Anstieg der Arbeitnehmerzahl im Vorjahresvergleich. Ausschlaggebend hierfür war, dass der über fünf Jahre
anhaltende Rückgang sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im Jahr 2006 zu Ende ging und im Vergleich zum Vorjahr sogar wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen wurden. Daneben
hat im Jahresdurchschnitt 2006 auch die Zahl der Personen mit geringfügiger Beschäftigung (Minijob) in Haupterwerbstätigkeit zugenommen.
Die Zahl der Selbstständigen
einschließlich mithelfender Familienangehöriger stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,8% auf knapp 4,4 Millionen Personen. Dieser Anstieg fiel allerdings im Jahr 2006 - auch in
Folge des Auslaufens der beiden arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente Existenzgründungszuschuss und Überbrückungsgeld - schwächer aus als in den Jahren zuvor. Beide
Instrumente wurden zum 1. August 2006 durch den Gründungszuschuss ersetzt.
Nach Wirtschaftsbereichen entwickelte sich im Jahresdurchschnitt 2006 die Erwerbstätigkeit -
nach wie vor - unterschiedlich: Im Vergleich zum Vorjahr lag ein Schwerpunkt der gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungszunahme wiederum in den Dienstleistungsbereichen. Hier stieg
die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3%, nach 0,7% im Jahr 2005. Im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe waren dagegen im Jahr 2006 Beschäftigungsverluste zu verzeichnen.
Allerdings fielen diese mit einem Rückgang um 1,1% im Vorjahresvergleich wesentlich schwächer aus als im Jahr 2005 (- 1,7%). Im Baugewerbe kam im Jahr 2006 der seit dem Jahr 1996
anhaltende Personalabbau im Vorjahresvergleich fast zum Stillstand (- 0,4%). In der Land- und Forstwirtschaft waren im Jahr 2006 genau so viele Personen erwerbstätig wie im Jahr
zuvor.
Begleitet wird die Entwicklung der Erwerbstätigkeit nach Wirtschaftsbereichen seit der Wiedervereinigung von einem anhaltenden Strukturwandel:
Im
Jahresdurchschnitt 2006 hatten fast drei Viertel aller Erwerbstätigen ihren Arbeitsplatz in den Dienstleistungsbereichen. Der Anteil der hier Beschäftigten in Relation zur
gesamten Erwerbstätigkeit erhöhte sich von 59,5% im Jahr 1991 auf 72,3% im vergangenen Jahr. Im primären und sekundären Sektor hat sich der Erwerbstätigenanteil entsprechend
kontinuierlich verringert: Waren in der Land- und Forstwirtschaft 1991 noch 3,9% aller Erwerbstätigen beschäftigt, lag der Anteil im Jahr 2006 nur bei 2,2%. Im Produzierenden
Gewerbe ohne Baugewerbe sank im gleichen Zeitraum der Beschäftigtenanteil um 9,3 Prozentpunkte und zwar von 29,3% auf 20,0%. Im Baugewerbe hat sich der Anteil der Erwerbstätigen
nach seinem höchsten Beschäftigungsstand im Jahr 1995 (8,6% der Erwerbstätigen) kontinuierlich verringert und lag 2006 mit 5,5% um 1,8 Prozentpunkte niedriger als im Jahr 1991.
Quelle: www.destatis.de
03.12.06 -
Erwerbstätigkeit steigt im 3. Quartal 2006 um 0,9%
WIESBADEN – Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten im
dritten Quartal 2006 39,3 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Dies entspricht einem Anstieg um 0,9% (+ 336 000 Personen) gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal 2006 hatte der Zuwachs noch 0,6% betragen. Damit hat sich der im Frühjahr diesen Jahres einsetzende Beschäftigungsaufbau im dritten Quartal
2006 verstärkt fortgesetzt.
Verglichen mit dem Vorquartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2006
ebenfalls um 0,9% (+ 343 000 Personen). Dies ist der stärkste Anstieg in einem dritten Quartal seit sieben Jahren. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der
jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm die Gesamtzahl der Erwerbstätigen um 0,4% (+ 147 000 Personen) gegenüber dem zweiten Quartal 2006 zu. Diese Zunahme entspricht in etwa
der Höhe des Zuwachses vom zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal 2006 (+ 146 000 oder + 0,4%) und bestätigt die konjunkturelle Aufwärtsentwicklung.
Betrachtet man einzelne Wirtschaftszweige, zeigt sich, dass der maßgebliche Einfluss auf die
positive Entwicklung der Gesamtzahl der Erwerbstätigen nach wie vor von den Dienstleistungsbereichen ausgeht. Dort nahm die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2006
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,4% zu, nach + 1,2% im zweiten Quartal 2006. Demgegenüber ging im Berichtsquartal ein sich weiterhin abschwächender negativer
Wachstumsbeitrag vom primären und sekundären Sektor aus:
In der Land- und Forstwirtschaft waren im dritten Quartal 2006 0,3% weniger Personen
erwerbstätig als vor einem Jahr (im zweiten Quartal 2006: – 0,6%), im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe betrug der Beschäftigungsabbau 0,7% (im zweiten Quartal 2006:
– 1,2%). Dagegen ist im Baugewerbe der seit 1995 anhaltende Personalabbau im dritten Quartal 2006 fast zum Stillstand gekommen.
Vom Anstieg der Erwerbstätigkeit im dritten Quartal 2006 profitierten – relativ
gesehen – Arbeitnehmer und Selbstständige einschließlich mithelfender Familienangehöriger gleichermaßen (jeweils + 0,9% im Vorjahresvergleich). Dabei hat sich der Zuwachs
bei den Arbeitnehmerzahlen nach aktuellen Erkenntnissen zunehmend auch im Bereich der voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen vollzogen.
Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der
Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im dritten Quartal 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% auf
364,9 Stunden verringert. Ausschlaggebend hierfür war unter anderem, dass im dritten Quartal 2006 ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als im Vorjahresquartal sowie ein
weiterer Anstieg der Teilzeitquote. Gleichzeitig stieg das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen als Produkt aus Erwerbstätigenzahl und Arbeitszeit je Erwerbstätigen um 0,8% auf
14,3 Milliarden Stunden an.
Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zur Erwerbstätigkeit nach Quartalen und
Jahren können im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes direkt unter http://www.destatis.de/indicators/d/vgr010ad.htm und http://www.destatis.de/basis/d/vgr/vgrtab10.htm abgerufen werden. Quelle: www.destatis.de
19.09.06 - Verlängerung des Vermittlungsgutscheines um ein Jahr
Die arbeits- und sozialpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Ralf Brauksiepe MdB und Klaus Brandner MdB, erklären zum
Vermittlungsgutschein: Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben sich darauf geeinigt, den Vermittlungsgutschein um ein Jahr in der bestehenden Form zu
verlängern. Mit dieser Entscheidung haben die privaten Arbeitsvermittler an Planungssicherheit gewonnen. Die Entscheidung soll schnellstmöglichst umgesetzt werden,
um für alle Beteiligten Rechtssicherheit zu schaffen.
Die mittelfristige Perspektive für den Vermittlungsgutschein soll im kommenden Frühjahr im Rahmen der
Instrumentendiskussion insgesamt festgelegt werden. Grundlage hierfür ist die dann vorliegende Evaluation der Arbeitsmarktpolitik. Ziel ist es, in einem Gesamtkonzept einen
verbindlichen, effizienten und transparenten Instrumentenkasten zu haben, mit dem wir die schnelle Vermittlung in nachhaltige und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
bestmöglich erreichen können. Quelle: CDU/CSU Dr. Ralf Brauksiepe http://www.cducsu.de
/section__2/subsection__1/id__12900/Meldungen.aspx
11.10.2005 - Deutlich mehr erwerbstätige im Dienstleistungsbereich
Mehr als 70 Prozent der Deutschen arbeiten inzwischen in Service-Berufen. Rückläufig ist allerdings die Beschäftigung in klassischen Dienstleistungen. Der Dienstleistungssektor
gewinnt angesichts des Strukturwandels auf dem deutschen Arbeitsmarkt immer mehr an Bedeutung. Im vergangenen Jahr arbeiteten mehr als 27 Millionen in Dienstleistungsberufen, wie
das Statistische Bundesamt am Dienstag in Berlin bekannt gab. Damit arbeiteten 2004 bundesweit 71,3 Prozent aller Erwerbstätigen bei Dienstleistern.
1970 waren es erst knapp zwölf Millionen Erwerbstätigen, die Quote lag damals im früheren
Bundesgebiet bei 44,9 Prozent. 1950 war es sogar nur jeder Dritte. Auch der Anteil der Dienstleistungsunternehmen an der Bruttowertschöpfung sei zwischen 1970 und 2004 von 48 auf
70 Prozent gestiegen. Damit liegt Deutschland den Angaben nach im europäischen Vergleich im Mittelfeld.
Der Präsident des Bundesamtes, Johann Hahlen, sprach von einem «dramatischen Umbruch».
Zugleich sank der Anteil der Beschäftigten im produzierenden Gewerbes von 46,4 Prozent im Jahr 1970 auf nur noch 26 Prozent im vergangenen Jahr. Noch gravierender sind die
Veränderungen im Agrarsektor: 1950 arbeitete dort noch jeder Vierte, 1970 waren es noch 8,6 Prozent und 2004 nur noch 2,2 Prozent. Quelle: arbeitsagentur
02.05.2005 - Arbeitslosenzahl unter 5 Millionen
Die Zahl der registrierten Erwerbslosen ist im April unter die
Fünf-Millionen-Marke gesunken. Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Clement wird diese Grenze «ab jetzt nie mehr» überschritten. (Quelle: netzeitung)
12.04.05 - Auf ein Jobangebot kommen 500 Bewerber
Wer auf Stellenanzeigen in Tageszeitungen reagiert, bewirbt sich Personalmanagern zufolge im
Durchschnitt mit 300 bis 500 Konkurrenten. Deshalb ist bei der Stellensuche vor allem Eigeninitiative gefragt. Personalberaterin Margit Mehnert von Selecteam rät Betroffenen,
«alle Wege zu gehen».
Stellenausschreibungen in Zeitschriften oder Online-Jobportalen können dabei ebenso zum Ziel
führen wie Initiativbewerbungen oder Stellengesuche. «Pauschalisieren lässt sich da gar nichts», sagt die Personalberaterin im Gespräch mit der Netzeitung.
Bewerbern, die
über 50 Jahre alt sind, empfiehlt Mehnert allerdings, mehr auf persönliche Kontakte und Initiativbewerbungen zu setzen. Bei Stellenausschreibungen habe diese Zielgruppe geringere
Chance, weil viele Konkurrenten jünger und damit attraktiver für die Arbeitgeber seien.
Bei so genannten Initiativ- oder Blindbewerbungen bewirbt man sich bei Firmen der
gewünschten Branche für eine spezielle Position, ohne dass diese offiziell Mitarbeiter suchen. Dabei müsse sich der Bewerber bewusst sein, welche Fähigkeiten und Erfahrungen er
mitbringt, hebt Personalberaterin Mehnert hervor: «Er muss ganz gezielt auf die Bedürfnisse des Unternehmens eingehen.» Quelle: iab
03.03.05 Deutschland hat nur 3,99 Mio. Erwerbslose Die Zahl der Arbeitslosen ist auf Basis des international vielfach verwendeten ILO-Verfahrens deutlich
geringer als von der Arbeitsagentur gemeldet. Änderungen des Sozialrechts beeinflussen die Zählweise hier nicht.
Im Januar schockierte die Bundesagentur für Arbeit (BA) die
Republik: Erstmals seit 1949 waren in Deutschland mehr als fünf Millionen Menschen als erwerbslos registriert. Doch wenn man internationale Maßstäbe anlegt, ist die
Arbeitslosigkeit hier zu Lande weniger dramatisch, als es die offiziellen BA-Zahlen aussagen.
Nach den erstmals veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes in
Wiesbaden vom Dienstag lag die Zahl der Erwerbslosen im Januar mit rund 3,99 Millionen deutlich unter dem amtlichen Wert von 5,037 Millionen, den die BA Anfang Februar bekannt
gegeben hatte. Nach dieser Zählung, die sich an den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation ILO orientiert, betrug die Erwerbslosenquote im Januar 9,4 Prozent. Die BA
hatte die Quote auf 12,1 Prozent beziffert.
Dass die Zahlen so deutlich voneinander abweichen, hat mit einer unterschiedlichen Definition des Begriffs «erwerbslos» zu tun:
In der BA-Statistik wird jeder als arbeitslos geführt, der weniger als 15 Wochenstunden arbeitet, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht und arbeitslos gemeldet ist. Beim
ILO-Verfahren, das inzwischen in vielen Ländern angewandt wird, gilt dagegen schon als erwerbstätig, wer bereits eine bezahlte Arbeitsstunde pro Woche leistet.
Zudem müssen
die Betreffenden in den vergangenen vier Wochen aktiv nach einer bezahlten Tätigkeit gesucht haben und diese auch kurzfristig antreten können. Irrelevant ist, ob der Betreffende
staatliche Unterstützung erhält oder eine Arbeitsagentur oder einen kommunalen Träger in die Suchbemühungen eingeschaltet hat. Als Basis nimmt das ILO-Verfahren jede Person im
Alter von 15 bis 74 Jahren.
Laut Statistischem Bundesamt zeigen Erfahrungen aus Piloterhebungen, dass rund zwei Drittel der nach dem ILO-Konzept als erwerbslos Eingestuften
zugleich angeben, arbeitslos registriert zu sein. Das übrige Drittel befinde sich auf Arbeitssuche, ohne sich bei Arbeitsagenturen oder kommunalen Trägern gemeldet zu haben.
Umgekehrt würden rund 40 Prozent der nach eigenem Bekunden Arbeitslosen nach dem ILO-Verfahren nicht als arbeitslos gezählt, hieß es weiter.
Das Bundesamt geht davon aus,
dass der statistische «Hartz-IV-Effekt» zu der Differenz im Januar beigetragen hat. Durch die Hartz-IV-Reform werden seit Jahresanfang auch erwerbstätige Empfänger der früheren
Sozialhilfe in der BA-Statistik erfasst. Die ILO-Erwerbslosenzahl werde «von solchen durch Gesetzesänderungen bedingten statistischen Effekten» dagegen nicht beeinflusst, so das
Bundesamt. Es sei ausgeschlossen, dass allein durch Änderungen des Sozialrechts quasi über Nacht eine große Anzahl von Menschen in die Statistik hinein kämen oder aus der
Statistik herausfielen, sagte der Präsident des Amtes, Johann Hahlen.
Allerdings hat das ILO-Verfahren auch eine Schwäche: Die Erwerbslosen-Daten werden auf Basis einer
Stichprobenerhebung errechnet. Dazu werden pro Monat 30.000 zufällig ausgewählte Personen zwischen 15 und 74 Jahren telefonisch befragt. Sie sollen nach Möglichkeit in sechs
aufeinander folgenden Monaten interviewt werden, um die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Zeitverlauf abzubilden. Die Hochrechnung auf die Gesamtbevölkerung führt somit
zwangsläufig zu einem so genannten «Standardfehler», der laut Bundesamt bei 2,5 Prozent liegt.
Nach den ILO-Zahlen ist die Zahl der Erwerbslosen saisonbereinigt im Januar
gegenüber dem Vormonat um 30.000 gestiegen, erläuterten die Statistiker des Bundesamts. Junge Menschen seien besonders stark von Erwerbslosigkeit betroffen: Für Personen unter 25
Jahren betrug die Quote 15,5 Prozent gegenüber 8,5 Prozent für Personen im Alter von über 25 Jahren. Während Ostdeutschland eine Erwerbslosenquote von 15,0 Prozent aufwies, lag
sie in den westlichen Bundesländern bei nur 7,9 Prozent.
Ziel der neuen ILO-Erhebung des Bundesamt ist es, die Arbeitslosigkeit in Deutschland international besser
vergleichbar zu machen. Laut Bundesamts-Präsident Hahlen erheben derzeit 123 Länder Erwerbslosen-Daten nach dem ILO-Konzept, darunter die USA, Frankreich und Großbritannien.
Allerdings hat auch das neue Verfahren nach Angaben des Bundesamtes die Position Deutschlands in der internationalen Rangfolge kaum verändert. Von 19 OECD-Staaten rangiere die
Bundesrepublik auf der Basis der jüngsten Erhebung auf Platz 15 hinter Frankreich. Quelle: ILO
03.01.2005 - Hartz IV: Verhaltener Protest gegen Arbeitsmarktreform
Der Protest gegen die Hartz-IV- Reform hat nach einem
ersten Überblick deutlich weniger Betroffene mobilisiert als erwartet. Bis zum späten Montagvormittag gab es nach Angaben der Organisatoren in rund zehn Städten Aktionen vor
örtlichen Arbeitsagenturen.
Weitere Demonstrationen seien für den Nachmittag geplant, sagte ein Sprecher der Aktion "Agenturschluss" in Berlin. Nach Angaben eines
Sprechers der Bundesagentur für Arbeit (BA) kam es nur vor wenigen Arbeitsagenturen zu Protesten. Die Aktionen reichten von Mahnwachen bis zu kleineren Demonstrationen.
27.12.2004 - Laut “Bild” rund 4,43 Millionen Arbeitslose im Dezember
Hamburg - Die Arbeitslosigkeit ist in
Deutschland im Dezember jahreszeitlich bedingt erneut gestiegen.
Ende des Monats sind bundesweit rund 4,43 Millionen Erwerbslose bei den Arbeitsagenturen registriert,
berichtet die "Bild"-Zeitung.
Laut Experten sei die Zahl gegenüber November um 173.000 gestiegen und liege um 113.000 über dem Wert des Vorjahres. Dies sei der
höchste Dezemberwert seit 1997, schreibt die Zeitung. Die Bundesagentur für Arbeit wird die offiziellen Zahlen Anfang Januar bekannt geben.
13.12.2004 - Deutsche lassen 75 Millionen Urlaubstage verfallen
Aus Angst um den Job verzichten Arbeitnehmer zunehmend auf
ihren Urlaub. In diesem Jahr hat jeder im Schnitt mehr als zwei freie Tage verfallen lassen. Quelle: arbeitsagentur
24.11.2004 - CSU beschließt Lockerung des Kündigungsschutzes
Der CSU-Parteitag in München hat mit breiter Mehrheit für eine
Lockerung des Kündigungsschutzes gestimmt. Zudem sollen betriebliche Bündnisse möglich sein, ohne dass die Tarifparteien zustimmen. Die CSU will den Kündigungsschutz bei
Neueinstellungen lockern. Einem entsprechenden Leitantrag stimmt die Delegierten beim CSU-Parteitag in München am Freitagabend mit großer Mehrheit zu.
Danach sollen Arbeitnehmer die Möglichkeit erhalten, gegen eine Abfindung auf den
Kündigungsschutz zu verzichten. Zudem sollen Unternehmen Arbeitssuchende im ersten Jahr ihrer Beschäftigung auch unter Tarif entlohnen können. Befristete Arbeitsverhältnisse
sollen erleichtert werden.
In wirtschaftlich angeschlagenen Firmen sollen Belegschaft und Betriebsräte zudem
betriebliche Bündnisse für Arbeit schließen können, auch ohne dass die Tarifparteien zustimmen. Quelle: arbeitsagentur
17.11.2004 - 5 Millionen Arbeitslose im Winter
Experten der Bundesagentur für Arbeit (BA) warnen erstmals offiziell vor einem neuen Nachkriegsrekord bei der
Arbeitslosigkeit! Eine BA-Studie geht davon aus, daß im ersten Quartal 2005 bis zu 5 Mio. Menschen ohne Job sein könnten.
Grund: Durch die Reform „Hartz IV“ werden rund 300 000 Sozialhilfeempfänger als
arbeitslos erfaßt. Quelle: arbeitsagentur
29.09.2004 - Ein neuer Arbeitsplatz verschlingt bis zu 85.000 Euro an
Vermittlungskosten
Alle reden von den Kosten der Arbeitslosigkeit - aber was kostet eigentlich die Arbeit der Arbeitsämter? Laut einer Studie des Instituts der
deutschen Wirtschaft gaben die Arbeitsamtbezirke im Jahr 2002 durchschnittlich 33.400 Euro aus, bevor sie nur einen Arbeitslosen in Beschäftigung gebracht hatten. Während die
Vermittlung in Karlsruhe gerade mal 6.700 Euro kostete, schossen die Ost-Berliner Arbeitsämter mit 85.400 Euro pro Fall den Vogel ab. Dabei waren die Ost-Arbeitsämter keineswegs
immer die teuersten. Mainz und Wuppertal lagen deutlich über dem Schnitt, während das strukturschwache Cottbus so sparsam wirtschaftete wie Mannheim. Quelle: www.iwkoeln.de
07.09.2004 - Verlängerung der Erprobung des Vermittlungsgutscheins bis 31.12.2006
Private Arbeitsvermittlung wieder 2 Jahre
verlängert, bis 31.12.2006 Die Erprobung des Vermittlungsgutscheins wird bis zum 31. Dezember 2006 fortgeführt, um weitere Erfahrungen mit diesem neuen Instrument zu
sammeln und es sodann zusammen mit den anderen neuen Maßnahmen am Arbeitsmarkt bewerten zu können. Schon jetzt können allerdings einige Verbesserungen vorgenommen werden, die die
Handhabung des Instruments vereinfachen, die Vermittlung beschleunigen können und Missbrauch vorbeugen: So wird die dreimonatige Arbeitslosigkeit, die bisher dem Erhalt eines
Vermittlungsgutscheins vorausgehen musste, auf sechs Wochen verkürzt. Völlig unerheblich ist die Dauer der vorangegangenen Arbeitslosigkeit künftig für den Wert des
Vermittlungsgutscheins. Dieser wird einheitlich auf 2.000 Euro festgesetzt.
Der Vermittlungsgutschein war probeweise im März 2002 als neues Angebot zur Integration in den
ersten Arbeitsmarkt - befristet bis Ende 2004 - eingeführt worden. Er ermöglicht es dem Arbeitsuchenden, einen privaten Arbeitsvermittler seiner Wahl auf Kosten der Bundesagentur
für Arbeit mit seiner Vermittlung zu beauftragen. Das erfolgsabhängige Honorar beträgt derzeit 1.500 bis 2.500 Euro - je nach Dauer der Arbeitslosigkeit. Die private
Arbeitsvermittlung erfolgt zusätzlich zu den Aktivitäten der Arbeitsagentur. Quelle: http://www.bmwi.de/Navigation/arbeit,did=40376.html
25.08.04 - Arbeitsagentur.net ist ab sofort auch unter der Domain: arbeitsvermittler-suche.de
abrufbar
Um in Zukunft noch einfacher in Suchmaschinen gefunden zu werden, haben wir entschlossen unsere Dienste auch unter der Domain arbeitsvermittler-suche.de
bereitzustellen.
06.07.04 - Start der Betaversion von ARBEITSAGENTUR.net
Auf Arbeitsagentur.net finden Sie private
Arbeitsvermittler, welche auf Wunsch den direkten Kontakt zwischen Arbeitgebern und Ihnen als Bewerber herstellen, um freie Positionen ideal zu besetzen und Ihre beruflichen
Idealvorstellungen auf Basis einer Festanstellung zu realisieren.
NEWS VOM ARBEITSMARKT
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