|
|
|
 |
 |
|
 |
|
|
|
|
|
VERLETZTENGELD - Anspruch auf Verletztengeld
Das Verletztengeld nach §§ 45 ff. Siebtes Buch Sozialgesetzbuch ist eine
Entgeltersatzleistung.
Verletztengeld - Voraussetzungen Der Grundfall des Anspruchs auf Verletztengeld setzt
voraus, dass
- der Verletzte in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert ist, - ein Versicherungsfall (Arbeitsunfall oder Berufskrankheit) eingetreten ist,
- der Verletzte aufgrund dieses Versicherungsfalles entweder - arbeitsunfähig ist oder - sich in einer Maßnahme der Heilbehandlung befindet
und er deshalb eine ganztätige Erwerbstätigkeit nicht ausüben kann - der Verletzte unmittelbar vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder der Heilbehandlung
Anspruch auf
- Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen, - Krankengeld, - Verletztengeld, - Versorgungskrankengeld, - Übergangsgeld, - Kurzarbeitergeld - Winterausfallgeld
- Arbeitslosengeld - Arbeitslosengeld II (nicht nur darlehensweise) oder - Mutterschaftsgeld hatte.
Weiterhin kann Verletztengeld geleistet werden, wenn
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei behinderten Personen erforderlich sind, diese sich jedoch aus Gründen, die nicht in der Person des Verletzten liegen, verzögern,
für einen Elternteil eines verletzten Kindes, wenn dieses jünger als 12 Jahre ist und der Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege bedarf,
bei gleichzeitiger Durchführung einer Heilbehandlungsmaßnahme und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.
Dauer der Leistung von Verletztengeld
Der Anspruch auf Verletztengeld besteht vom Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit an oder vom Beginn der Heilbehandlungsmaßnahme (s.o.). Auf den
Anspruch auf Verletztengeld wird gezahltes Arbeitsentgelt angerechnet, so dass die Zahlung erst mit Ablauf der Entgeltfortzahlung beginnt.
Der Anspruch auf Verletztengeld endet, wenn Arbeitsunfähigkeit nicht mehr besteht oder die Heilbehandlungsmaßnahme (s.o.) nicht mehr an einer ganztätigen
Erwerbstätigkeit hindert oder ein Anspruch auf Übergangsgeld besteht mit dem vorhergehenden Tag vor Beginn dieses Anspruchs oder wenn mit dem Wiedereintritt
der Arbeitsfähigkeit nicht zu rechnen ist und keine Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu erbringen sind, endet das Verletztengeld.
An dem Tag, an der Versicherte gesundheitlich so weit wieder hergestellt ist, dass er eine zumutbare und zur Verfügung stehende Berufs- oder Erwerbstätigkeit aufnehmen
kann oder mit z. B. Beginn der Rente wegen voller Erwerbsminderung, Rente wegen Erwerbsunfähigkeit oder Vollrente wegen Alters (alles Leistungen der Deutschen
Rentenversicherung) oder anderen, vergleichbaren Geldleistungen, die im § 50 Abs. 1 S. 1 SGB V genannt werden, sofern diese Leistungen nicht mit dem Arbeits- /
Wegeunfall oder der Berufskrankheit in Zusammenhang stehen, die zu dem Anspruch auf Verletztengeld geführt hat.
In allen übrigen Fällen (wenn mit dem Wiedereintritt der Arbeitsfähigkeit nicht mehr gerechnet werden kann) endet ein Anspruch auf Verletztengeld mit Ablauf der 78.
Woche vom Beginn der Arbeitsunfähigkeit an, soweit keine stationäre Behandlung mehr erfolgt. Zur stationären Behandlung gehört nach der Rechtsprechung nicht die
Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung, die "allein dem Zweck dienen, einen Zustand der Hilfslosigkeit zu begegnen."
Höhe des Verletztengeldes
Das Verletztengeld errechnet sich auf die gleiche Weise wie das Krankengeld. Allerdings bestehen Unterschiede hinsichtlich der Höhe des Anspruchs. So beträgt das
Verletztengeld 80 % des Regelentgelts (Krankengeld: 70%), ist jedoch auf die Höhe des Nettoarbeitsentgelts begrenzt. Bei der Berechnung des Verletztengeldes sind im
Unterschied zum Krankengeld steuerfreie Entgeltbestandteile (z.B. Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge), die somit nicht beitragspflichtig in der Krankenversicherung
sind, ebenso zu berücksichtigen, wie Einnahmen aus einer geringfügigen Beschäftigung.
Bei Arbeitslosen wird Verletztengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes geleistet. Auf das
Verletztengeld wird Arbeitsentgelt (etwa bei Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall), Mutterschaftsgeld, Versorgungskrankengeld, Unterhaltsgeld, Kurzarbeitergeld,
Winterausfallgeld, Arbeitslosengeld sowie Arbeitslosengeld II angerechnet.
VERLETZTENGELD - Anspruch auf Verletztengeld
Der Artikel über Verletztengeld basiert auf dem Artikel Verletztengeld aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Und steht unter
der GNU-Lizenz für freie Dokumentation
|
|