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Aktualisiert: 15.08.2008












































 

REALSCHULE

DEUTSCHE SCHULSYSTEM - SCHULARTEN - BILDUNGGRUNDSCHULE - PrimarstufeSONDERSCHULE - FOERDERSCHULE - Sekundarstufe 1HAUPTSCHULE - Sekundarstufe 110. KLASSE ABSCHLUSSPRUEFUNG - Sekundarstufe 1REALSCHULE - Sekundarstufe 1GYMNASIUM - Sekundarstufe 1GESAMTSCHULE - Sekundarstufe 1BERUFSVORBEREITUNGSJAHR - Sekundarstufe  2DUALE AUSBILDUNG - Sekundarstufe 2FACHSCHULE - Sekundarstufe 2BERUFSGRUNDBILDUNGSJAHR - Sekundarstufe 2BERUFSFACHSCHULE - Sekundarstufe 2BERUFSAUFBAUSCHULE - Sekundarstufe 2FACHOBERSCHULE - Sekundarstufe 2FACHOBERSCHULE 13 - Sekundarstufe 2GYMNASIALE OBERSCHULE - Sekundarstufe 2BERUFLICHES GYMNASIUM - Sekundarstufe 2BERUFSAKADEMIE - TertiaerbereichHOCHSCHULE - TertiaerbereichWEITERBILDUNG - Quartaerbereich


   BILDUNGSSYSTEM

   Primarstufe
     -
Sonderschule / Förderschule
     -
Grundschule

   Sekundarstufe I
     -
Sonderschule / Förderschule
     -
Hauptschule
     -
10. Klasse Abschlussprüfung
     -
Gymnasium
     -
Gesamtschule

   Sekundarstufe II
     -
Berufsvorbereitungsjahr
     -
Berufsgrundbildungsjahr
     -
Duale Ausbildung
     -
Fachschule
     -
Berufsfachschule
     -
Berufsaufbauschule
     -
Fachoberschule
     -
Fachoberschule 13
     -
Gymnasiale Oberstufe
     -
Berufliches Gymnasium

   Tertiärbereich
     -
Berufsakademie
     -
Hochschule

   Quartiärbereich
     -
Berufliche Weiterbildung

      
Bildungssystem - Schularten
 


Die Realschule ist eine weiterführende Schule und ein Bildungsgang im gegliederten Schulsystem Deutschlands, der „Schülerinnen und Schülern eine erweiterte allgemeine Bildung“ vermittelt.

Die Realschule – bis 1964 als Mittelschule geführt – ist eine allgemein bildende weiterführende Schule im Rahmen des gegliederten Schulsystems. Sie umfasst die Klassen 5–10 bzw. 7–10 der Sekundarstufe Ⅰ und wird mit der mittleren Reife (Realschulabschluss/Fachoberschulreife) abgeschlossen. Laut Statistischem Bundesamt existierten im Schuljahr 2005/2006 2.976 Realschulen (0,9 % weniger als im Schuljahr zuvor ) mit 1,32 Millionen Schülern (−2 % im Vergleich zum vorherigen Schuljahr).


Realschule - Bildungsauftrag und allgemeine Organisation
Nach den Maßgaben des Hamburger Abkommens der Kultusministerkonferenz (KMK) von 1964 zielt der Unterricht der Realschule auf die Vermittlung einer erweiterten Grundbildung. Bei erfolgreichem Abschluss berechtigt diese zur Aufnahme berufsqualifizierender Bildungsgänge, zum Eintritt in die mittlere Beamtenlaufbahn oder zum Besuch höherer Berufsfachschulen bzw. von Fachoberschulen oder der gymnasialen Oberstufe. Dementsprechend ist der Unterricht praxisbezogen, ohne aber auf Wissenschaftsorientierung zu verzichten. Einen breiten Raum nimmt die Thematik der Berufswahlvorbereitung ein, die auf Grund ihrer Komplexität nicht nur in einem, sondern in verschiedenen Unterrichtsfächern, zum Teil fächerübergreifend, bearbeitet wird.

Ab der 7. Klasse besteht für die Schüler die Möglichkeit, im Rahmen des sogenannten Wahlpflichtunterrichts zwischen unterschiedlichen fachlichen Profilen zu wählen. In der Regel bieten die Profile eine naturwissenschaftlich-technische oder wirtschafts- bzw. gesellschaftskundliche Grundbildung an oder ermöglichen das Erlernen einer zweiten Fremdsprache. Welche Richtungen oder Wahlmöglichkeiten angeboten werden, hängt vom jeweiligen Bundesland und gegebenenfalls auch von der einzelnen Schule selbst ab.

Um der Forderung nach der Vergleichbarkeit von Abschlüssen Rechnung zu tragen, verlangen etliche Bundesländer inzwischen verpflichtend eine an den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz orientierte schriftliche Realschulabschlussprüfung, die allerdings in einigen Bundesländern am Ende der 10. Klasse der Gymnasien nicht erwartet wird.

Ein Drittel der mittleren Bildungsabschlüsse wird im berufsbildenden System erworben. Hier liegen derzeit noch keine Bildungsstandards vor.


Länderspezifische Schwerpunkte der Realschule

Realschule in Baden-Württemberg und Bayern
In Baden-Württemberg besuchen rund ein Drittel der Schüler die Realschule von Klasse 5 bis 10. Ungefähr ein Drittel der Schüler besuchen im Anschluss ein berufliches Gymnasium und erwerben so das Abitur. Eine Besonderheit der baden -württembergischen Realschule sind die Fächerverbünde EWG (Erdkunde, Wirtschaftskunde, Gemeinschaftskunde) und NWA (naturwissenschaftliches Arbeiten: Physik, Biologie, Chemie). Am Ende der 6. Klasse muss im Wahlpflichtbereich eines der Fächer Technik, Mensch und Umwelt oder Französisch gewählt werden, welches dann ab der 7. Klasse jeweils mit drei Wochenstunden unterrichtet wird und als Kernfach für die Versetzung relevant ist. Neben den Realschulen gibt es in Baden -Württemberg außerdem Hauptschulen, die sich Werkrealschule nennen.

An bayerischen Realschulen umfasst die Wahlpflichtfächergruppe 3 den Fremdsprachenschwerpunkt Französisch, und sie kann, wenn entsprechende Lehrkräfte vorhanden sind, ergänzt werden im musisch-gestaltenden, hauswirtschaftlichen oder im sozialen Bereich.


Realschule in Bundesländern mit integriertem Schulsystem
In vielen Bundesländern existieren Gesamtschulen. In der kooperativen Form sind die drei Schulformen Gymnasium, Realschule und Hauptschule unter dem Dach der Gesamtschule zu erkennen, in der integrierten Form nicht mehr. In beiden Arten von Gesamtschulen wird der mittlere Bildungsabschluss vergeben. In den sogenannten Gemeinschaftsschulen (in Schleswig-Holstein eingeführt) wird dieser Abschluss ebenfalls angeboten.


Realschule in Bundesländer mit teilintegriertem Schulsystem
In vielen Bundesländern ist die Realschule als eigenständige Schulform entweder abgeschafft oder, wie in den neuen Bundesländern, gar nicht erst errichtet worden. Sie existiert jedoch weiterhin in Form eines teilintegrierten Bildungsganges, das heißt, die Bundesländer stellen durch ihr Schulsystem sicher, dass der mittlere Bildungsabschluss erworben werden kann.

Brandenburg legte 2005 alle Realschulen und Gesamtschulen ohne gymnasialer Oberstufe zur Oberschule zusammen.

Bremen fasste 2004 die Haupt- und Realschulen zur Sekundarschule zusammen. In dieser werden bis zur 6. Klasse alle Schüler gemeinsam unterrichtet. Ab der 7. Klasse findet dann in den Fächern Mathematik und Englisch eine kursbezogene Leistungsdifferenzierung statt, ab der 8. Klasse auch im Fach Deutsch. Ab der 9. Klasse werden die Schüler in abschlussbezogene Profilklassen (Haupt- bzw. Realschulprofilklassen) eingestuft.

Im Saarland wurde vor einigen Jahren die Realschule mit der Hauptschule zusammengelegt. Die neue Schulform ist nun die Erweiterte Realschule, in der die Schüler in den Klassen 5 und 6 gemeinsam lernen, ab der 7. Klasse dann aber in verschiedene Zweige aufgeteilt werden (Haupt- und Realschulzweig). Ähnliche Wege gingen Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz mit der Einrichtung Regionaler Schulen, Sachsen mit der Errichtung der Mittelschule, Sachsen-Anhalt mit der Zusammenlegung des Haupt- und Realschulbildungsganges in so genannten Sekundarschulen sowie Thüringen mit der Einführung der Regelschule.


Geschichte der Realschule
Der Zweig zu den heutigen Realschulen verlief jedoch anders: Aus einem Konglomerat von mittelbildenden Schulen (höhere Töchter- und Knabenschulen, Stadtschulen, Bürgerschulen und Rektoratschulen) erwuchs 1872 eine eigenständige, wesensbestimmte Mittelschule. Über drei Neuordnungen hinweg hielt sie sich auch über den Zweiten Weltkrieg hinweg und konnte nach dessen Beendigung ihren Betrieb relativ schnell wieder aufnehmen. Je nach Bundesland wurden die Mittelschule früher oder später in Realschulen umbenannt, weil die Elternschaft in dem Namen „Mittelschule“ etwas Herabsetzendes empfand. Der Begriff „Mittelschule“ bezeichnete so nicht nur einen Schultyp, sondern vermeintlich auch eine Qualität.

REALSCHULE

Der Artikel über Realschule basiert auf dem Artikel Realschule aus der freien Enzyklopädie Wikipedia In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Und steht unter der GNU -Lizenz für freie Dokumentation


 

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